Finja, das Sonnenkind

Es war einmal ein Mädchen mit Namen Finja. Sie lebte in einem Land, in dem der Winter sehr, sehr lang war und der Sommer kurz. Finja liebte die Sonne, denn sie war warm und hell. Ihre langen Strahlen kitzelten ihre Nase, sodass sie lachen musste. Und die goldenen Strahlen der Sonne konnten bis in ihr Herz und in ihren Bauch scheinen. Dann fühlte sich Finja sehr glücklich, ohne dass sie etwas dafür tun brauchte. Es war, als wenn sie ein ganz besonderes Geschenk bekam.

Als der Winter wieder nahte und die Sonne jeden Tag immer kürzer leuchtete, wurde Finja traurig. Da kitzelte sie ein besonders vorwitziger Sonnenstrahl und fragte sie, warum sie traurig sei. Als der kleine Sonnenstrahl Finja´s Sorgen gehört hatte, versprach er ihr, eine Lösung zu finden. Er eilte zu seiner Mutter, die Sonne, zurück. Denn seine Mutter, da war der kleine Sonnenstrahl gewiss, wusste eine Lösung. Als Mutter Sonne seine Geschichte gehört hatte, lächelte sie. Sie erklärte ihrem Kind, dass sie im Winter nicht ganz verschwinden würde. Ihre Wärme und ihre Kraft hatte sie im Sommer in die Blätter aller Pflanzen geschickt, damit sie im Winter die Menschen und Tiere mit Sonnenenergie ernähren konnten.

Glücklich über diese Lösung, eilte der kleine Sonnenstrahl zurück zu Finja. "Jetzt weiß ich, wie du auch im Winter ganz viel Sonne bekommst" sagte der kleine Sonnenstrahl ganz aufgeregt. " Du kannst sie einfach essen!" Finja`s Gesicht sah nun aus wie ein Fragezeichen. "Wie soll das denn gehen?" sagte sie zweifelnd.

Nun erzählte der kleine Sonnenstrahl ihr die ganze Geschichte. Im Nu strahlte Finja bis über beide Ohren. Nun verstand sie auch, warum ihre Mutter ihr im Winter immer Kohl und all so anderes grünes Essen geben wollte.

Und ihre Mutter staunte sehr, als es fortan keinen Widerspruch von Finja gab, wenn sie "Grünfutter" auf den Tisch brachte. Es schmeckte Finja jetzt besonders gut, da sie nun wusste, dass man Sonnenlicht auch essen kann.

© Silvia Klein



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